יהוה
ܚܢܢ ܡܒܘܪܟܝܢ ܠܐ ܣܘܦ. ܐܡܝܢ
תוֹדָה
Giselle Mariana Fritzke
Wie spricht man aus? Um welche Sprachen handelt es sich?
יהוה Hebräisch für YHWH
תוֹדָה Hebräisch für DANKESCHÖN
ܚܢܢ ܡܒܘܪܟܝܢ ܠܐ ܣܘܦ. ܐܡܝܢ!
Aramäisch für Wir sind unendlich gesegnet. Amen!
Wieso Hebräisch und Aramaisch? Aramäisch war die Muttersprache von Jesus. Hebräisch war eine weitere Sprache, die er sprach, und zugleich die Sprache der Heiligen Schriften.
Wieso YHWH?
hier einer Gute interpretation geschriben Sandra Thurman
Es gab einen Moment, in dem Mose den Mut hatte, Gott nach seinem Namen zu fragen. Gott war gnädig genug zu antworten, und der Name, den er nannte, wurde im ursprünglichen Hebräisch als JHWH (YHWH) aufgezeichnet.
Im Laufe der Zeit haben wir willkürlich ein „a“ und ein „e“ eingefügt und daraus JaHWeH (Yahweh) gemacht – vermutlich, weil wir eine Vorliebe für Vokale haben.
Doch Gelehrte und Rabbiner haben darauf hingewiesen, dass die Buchstaben JHWH Atemgeräusche beziehungsweise behauchte Konsonanten darstellen. Spricht man sie ohne dazwischenliegende Vokale aus, klingt es tatsächlich wie Atmen.
YH (Einatmen): WH (Ausatmen).
So spricht ein Baby mit seinem ersten Schrei, seinem ersten Atemzug, den Namen Gottes.
Ein tiefer Seufzer ruft seinen Namen – ebenso ein Stöhnen oder ein Keuchen, das zu schwer für Worte ist.
Sogar ein Atheist spricht seinen Namen, ohne es zu bemerken, denn jeder Atemzug ist eine fortwährende Anerkennung Gottes.
Ebenso verlässt ein Mensch diese Erde mit seinem letzten Atemzug, wenn Gottes Name seine Lungen nicht mehr erfüllt.
Wenn ich also nichts anderes mehr aussprechen kann – ruft mein Schrei dann seinen Namen?
Am Leben zu sein bedeutet, seinen Namen ständig auszusprechen.
Wird er also am lautesten gehört, wenn ich am stillsten bin?
In Traurigkeit atmen wir schwere Seufzer.
In Freude fühlen sich unsere Lungen an, als würden sie vor Lebendigkeit bersten.
In Angst halten wir den Atem an und müssen daran erinnert werden, langsam zu atmen, um wieder Ruhe zu finden.
Wenn wir vor einer schwierigen Aufgabe stehen, holen wir tief Luft, um Mut zu fassen.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr wird mir bewusst: Atmen ist Lobpreis. Selbst in den schwierigsten Momenten!
Dieser Gedanke ist so wunderschön und berührt mich jedes Mal aufs Neue. Gott hat sich einen Namen gegeben, den wir gar nicht anders können, als ihn in jedem Augenblick unseres Lebens auszusprechen.
Wir alle. Immer. Überall.
Wachend, schlafend, atmend – mit dem Namen Gottes auf unseren Lippen.
Wie spricht man aus?
Die hebräische sowie die aramäische Sprache werden von rechts nach links gelesen und geschrieben.
יהוה תוֹדָה
YHWH (YH einatmen, WH ausatmen)
Toda (to wie in „Tor“, DA wird betont und klingt wie „da“)
Eine mögliche Aussprache im westaramäischen (Maalula-Dialekt) wäre näherungsweise.
ܚܢܢ ܡܒܘܪܟܝܢ ܠܐ ܣܘܦ. ܐܡܝܢ!
Chnan mburchin lo suf. Amin!

Ein Passende Mudra dazu
Vor etwa 1500 Jahren, in der byzantinischen Zeit, beginnt in künstlerischen Darstellungen Jesu eine besonders charakteristische Handgeste aufzutreten. Historiker bezeichnen sie heute häufig als die „Segenshand“.
Diese Geste zeigt die rechte Hand Jesu, die zum Segen erhoben ist. Die Finger wirken auf den ersten Blick ungewöhnlich angeordnet, doch bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass sie den Namen Christi darstellen.
Die Finger formen die griechischen Buchstaben IC XC. Dies sind die ersten und letzten Buchstaben des Namens ΗΣΟΥΣ ΧΡΙΣΤΟΣ (Iēsous Christos – „Jesus Christus“) Durch diese Segensgeste wird der Name Jesu symbolisch sichtbar gemacht und gleichsam auf die Gläubigen gelegt.
Gleichzeitig vermittelt die Geste auch wichtige Glaubenswahrheiten. Sie dient gewissermaßen als ein „kleiner Lehrer“ und ein „kleines Glaubensbekenntnis“:
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Die drei erhobenen Finger (I, C und C) verweisen auf die Einheit Gottes in der Heiligen Dreifaltigkeit (Vater, Sohn und Heiliger Geist).
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Die zwei zusammengeführten Finger (X) symbolisieren die Menschwerdung Christi (Inkarnation), also die Vereinigung der beiden Naturen – der göttlichen und der menschlichen – in der einen Person Jesu Christi.
So vereint die Segenshand sowohl die Anrufung des Namens Jesu als auch zentrale Lehren des christlichen Glaubens in einer einzigen, bedeutungsvollen Geste.
